Muskeln à la carte


„Du hast mich mit Deinem Sixpack-Projekt damals bei Kerner wirklich inspiriert, seitdem will ich das auch schaffen.“ Ludwig Heer, über den es in dieser Folge geht, gehört zu den Spitzenköchen Deutschlands. Er kommt aus Göppingen und ist im Restaurant seiner Eltern aufgewachsen. Ich lernte ihn vor fünf Jahren auf einer Messe im Empire Riverside Hotel in Hamburg kennen. Damals war ich wegen meines eigenen Sixpack Projekts dort, um mich etwas umzuschauen. Ludwig gehörte zu den Showköchen. Darin hatte er Erfahrung, denn er kochte bereits in der SWR-Sendung „Kaffee oder Tee“. Ich fragte ihn, ob ich für meinen damaligen Kerner-Blog mit ihm kochen könnte. Spontan lud er mich nach Göppingen in seine Küche ein. Wir kochten ein von mir kreiertes Rezept namens „Fischstapellauf“. Ich hatte das schon bei mir zu Hause gekocht. Während ich aber alles in einer Auflaufform zusammen klatschte und in den Ofen schob, hat er ein wirklich feines Gericht daraus kreiert. Das Video seht ihr hier:

Sven Jachmann trifft Spitzenkoch Ludwig Heer

Ludwig Heer

Macht als Koch einen schlanken Fuß. „Aber ich fand mich immer zu dünn. Mich nervte es wenn ich gefragt wurde, ob ich abgenommen hätte.“ Fotos: Tobias Fröhner

Letztes Jahr trafen wir uns spontan bei einer Veranstaltung von Tim Mälzer im Hamburger Schanzenviertel. „Jetzt bin ich endlich soweit, ich werde mich reinknien wie Du damals“, verspricht er. „Im Prinzip weiß ich, wie ich mich fitness-orientiert ernähren müsste. Aber für mein Ziel fehlte mir bisher immer die Motivation.“ Seine Fortschritte und Rezepte wollte er dokumentieren. Wir holten die Men’s Health ins Boot. Ein schlanker, ganz passabel aussehender TV-Koch, der Muskeln aufbauen will, mit eigenen Rezepten, das passt. Chefredakteur Markus Stenglein gab grünes Licht. Jetzt war Ludwig am Zug und er gab Vollgas. Seine Ausgangssituation war schon nicht schlecht. Er schaffte bereits 50 Liegestütze und 7 Klimmzüge am Stück. Im Bankdrücken stemmte er knapp das eigene Körpergewicht von 68 Kilogramm. Aber es fehlte an Kontinuität. „Wenn’s hoch kommt, war ich letztes Jahr zehn mal im Studio.“

Trainingsplan für den Muskelaufbau

Das änderte er nun schlagartig. Nach gerade mal drei Wochen Training erreichen mich die ersten Fotos.

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Sichtbare Fortschritte nach nur drei Wochen (Fotos: Tobias Fröhner)

Ludwig lässt sich von einer Trainerin beraten. Die hat ihm ein effektives Programm verpasst. Fünf Mal die Woche Sport. Immer morgens für eine Stunde. Anja Krause vom Body Concept in Göppingen: „Wir starteten mit einem Kraft-Ausdauer Programm.“ Heer arbeitet anfangs mit leichteren Gewichten. So bekam der Körper ein Signal und die korrekte Ausführung der Übungen war gewährleistet. Seine Trainerin zum Konzept: „Wir begannen mit 20 Wiederholungen à drei Sätze. Dann sind wir wochenweise mit der Wiederholung runter und mit dem Gewicht nach oben gegangen. Am Ende war Ludwig bei 5 Wiederholungen mit Maximalgewicht.“

Pizza und Co

Bei der Ernährung entwickelt Heer eine eigene Kochlogistik. „Ich werde mir nicht jeden Tag drei Mahlzeiten kochen, das schafft kein Mensch.“ Er kocht vor, sogar Eiweißshakes stehen in Gläsern fertig abgefüllt im Kühlschrank. „2 Liter sind immer griffbereit. Das spart Zeit.“ Wichtig war ihm, Gerichte, die man am liebsten isst, in ein Fitnessgericht zu verwandeln. So machte er aus Pizza und Eis echte Proteinbomben. Lässt das Eis im Fitness-Studio testen. „Lemon-Cheesecake war extrem lecker“, schwärmt seine Trainerin.

Muskeln machen attraktiv

Nach wenigen Wochen steigert sich Heer beim Bankdrücken von 50 auf 75 Kg. Schafft 100 Liegestütze und zieht sich 12 Mal über die Klimmzugstange. „Diesen Biss habe ich selten erlebt“, staunt seine Trainerin. Drei Monate später: Markus Stenglein von der Men’s Health fällt angesichts der neuen Fotos vom Glauben ab. „Dein Kumpel ist eine echte Kanone. Wir sind schwer begeistert.“

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Vom dürren Hering zum Modelathlet: Ludwigs Wandel über fünf Monate. Auszug aus der Men’s Health

 

Seine Trainerin auch und erst recht seine Freundin. Muskeln machen sexy, doch Heer steigt auf die Bremse. „Ich sah aus wie ein Michelin-Männchen. Meine Klamotten passten mir nicht mehr. Mir hat es gereicht, ich fand es nicht mehr ästhetisch.“ Insbesondere die Muskeln an Oberarmen und Brust sind gewachsen. Die Oberarme von 36 cm auf 40,5. Beim Brustumfang hat er von 102 Zentimeter auf 108 zugelegt. „Mir passt kein Hemd mehr“, lacht er. Das Training lässt er nun nicht mehr schleifen. „Wenn ich mal keine Zeit hatte, nervt mich das.“

Die Geschichte und seine Rezepte findet Ihr in der Juni Ausgabe der Men’s Health.

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Bildschirmfoto 2016-05-14 um 13.07.22

Men’s Health, Juni 2016

 

Das ist Ludwig Heer:

Ludwig Heer (35) aus Göppingen ist ein Spitzenkoch. Seit 2010 kocht er regelmäßig in der Fernsehsendung „Kaffee oder Tee“ im SWR. Seine Lehre absolvierte er im Rolf Straubingers Burgrestaurant Staufeneck (1 Michelin Stern). Aktuell ist er Betreiber vom Restaurant 19 im Golf Club Bad Überkingen (liegt südöstlich zwischen Stuttgart und Ulm), produziert eine eigene Pralinenlinie und gibt regelmäßig Kochkurse.

Weitere Angaben zu Ludwig Heer:

Homepage Ludwig Heer

 

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